Nie wieder Wishlist (Wishlist, Folge 7)

Der Cliffhanger von letzter Folge ist direkt der Einstiegspunkt. Die Frau will Casper durch ein Kissen erschießen, doch Mira hält sie davon ab, kann dem Schuss der Frau ausweichen und ihr mit dem Spielzeugroboter eins überbraten. Dann kommt Kim und tackelt die Frau zu Boden. Janina kommt, nachdem die Gefahr im Grunde vorbei ist und sprüht ihr Pfefferspray in die Augen. Mit einem zwar nicht besonders originellen, aber gut umgesetzten Einsatz von Slo-Mo endet der spannungsvolle Cold Open.

Die Gruppe filmt ein Video, in der die Frau alles zugeben muss, damit sie das als Druckmittel gegen sie in der Hand haben. Die Frau ist verzweifelt und beklagt, dass sie ihre Kinder nie wieder sehen wird. Die App-Aufgaben sind ganz schön eskaliert, wenn (Kindes-)Entführung und Mord dazugehören. Daher beschließen die fünf auch, Wishlist nicht nur nicht mehr zu benutzen, sondern auch zu zerstören. Für alle, die sich wie ich und Janina fragen, wie das vonstatten gehen soll, hat Mira eine geile Idee: sie wünschen sich ihre Selbstzerstörung. Das wird zwar vermutlich eine harte Aufgabe mit sich ziehen, aber bisher haben wir keinen Grund gesehen, warum dieser Plan nicht funktionieren soll. Die Aufgabe ist, nach Polen an einen bestimmten Bahnhof zu fahren und ein Schließfach restlos seines Inhalts zu entleeren.

In dieser Folge ist mir aufgefallen, dass manche Dialoge etwas gestelzt wirken (wenn Mira sich aufregt, dass sie so was nicht noch mal zulassen können oder später im Restaurant mit ihrem Vater und seinen Püppchen). Außerdem wird mir der stumme Dustin etwas unheimlich, der scheinbar sehr abhängig von der App ist, und bei jedem von Miras Kommentaren gegen die App zögerlich reagiert.

In der folgenden Autofahrt drängt Mira darauf, die Polizei einzuschalten, aber Kim ist dagegen, weil er und die anderen selbst schon viel Scheiß angestellt haben deswegen. Ich bin mir nicht sicher, ob es cooler ist, das noch aufzulösen oder nicht, aber ich bin schon neugierig, was Kim und Janina so angestellt haben. In dem daraus resultierenden Streit, in dem sogar Janina auf Miras Seite ist, verrät Kim, dass die Freundschaft mit Mira eine Aufgabe ist, damit Casper wieder an seine Ex rankommt. Die Gruppe ist leicht gebrochen und ich bin gespannt, ob sich wieder alle zusammenraffen oder ob Casper (und Mira?) die Aufgabe allein erledigen werden.

In der letzten Szene sitzt Mira unzufrieden in einem Sushi-Schnellrestaurant mit ihrem Vater und seiner Schnitte und hört, als sie vom Klo zurückkommt, die Wishlist-Stimme. Sie nähert sich ihrem Tisch und die Bedienung, der diese Stimme gehört, fragt sie: „Welchen Wunsch kann ich dir erfüllen?“ Das mag zwar nicht subtil gelöst sein, aber für Leute, die manchmal etwas schwer von Begriff sind, wie ich in der Situation, war das schon wichtig, um zu raffen, warum Mira so irritiert ist. Hat diese Bedienung was mit der App zu tun oder hat sie nur ihre Stimme geliehen? Letzteres wirkt unwahrscheinlich, weil man ja nur eine begrenzte Menge von Wörtern einsprechen kann, die App aber ja eine ziemlich universelle Sprachausgabe haben müsste. Führt sie Mira zu den Strippenziehern hinter den Kulissen? Ich bleibe gespannt.

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